Wie antworten Christen auf globale Fragen? Dieser Frage sind die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs im Religionskurs von Frau Box auf den Grund gegangen. Sie gestalteten eine Zukunftswerkstatt zum Thema „Globale Probleme und Ethik des Genug“ und trugen dazu bei, die Wirklichkeit ein kleines bisschen zum Besseren zu verändern. Einige der tollen Projekte werden im Folgenden vorgestellt:
Gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung!
Wir, vier Schülerinnen der 10. Klasse, haben uns im Rahmen unseres Religionsprojektes gegen
Lebensmittelverschwendung eingesetzt.
In Deutschland werden jedes Jahr große Mengen noch essbarer Lebensmittel weggeworfen, während viele Menschen gleichzeitig auf Unterstützung angewiesen sind. Genau hier wollten wir ansetzen.
Dafür stellten wir im November eine Sammelbox für haltbare, übrig gebliebene Lebensmittel vor dem Gemeindehaus in Maschen auf. Vom 16.11. bis zum 02.12.2025 konnten dort Lebensmittel gespendet werden, die anschließend an hilfsbedürftige Seevetalerinnen und Seevetaler weitergegeben wurden.
Damit möglichst viele Menschen von der Aktion erfuhren, gestalteten und verteilten wir Flyer, hängten sie in Geschäften aus und veröffentlichten sie zusätzlich online. So konnte das Projekt in ganz Maschen bekannt gemacht werden.
Für die Durchführung nahmen wir Kontakt mit der Gemeinde Seevetal, der Bürgermeisterin Emily Weede sowie Manuela Bunde vom Food Day e. V. auf. Die Gemeinde unterstützte unser Engagement und begrüßte unsere Initiative ausdrücklich. Der Food Day organisierte die Weitergabe der Spenden und teilte unser Projekt auch auf seinen Social-Media-Seiten. Außerdem dürfen wir die Räumlichkeiten der Organisation in Meckelfeld besuchen und einen Einblick in deren Arbeit erhalten.
Uns war wichtig zu zeigen, dass Verantwortung, Hilfsbereitschaft und Nachhaltigkeit im Alltag gelebt werden können und dass selbst kleine Projekte eine große Wirkung haben können. Besonders freuen wir uns darüber, dass die Gemeinde nach unserer Aktion überlegt, eine dauerhafte, professionelle Sammelbox einzurichten und unsere Idee weiterzuführen.
Zum Abschluss möchten wir uns herzlich bei allen bedanken, die uns unterstützt, gespendet oder unsere Aktion weitergetragen haben. Gemeinsam konnten wir ein Zeichen setzen und zeigen, wie wertvoll Lebensmittel sind.
(Lisa, Mara, Filia, Alison, 10b/c)
Gemeinsam gegen Ressourcenverschwendung!
Wussten Sie, dass 20% aller produzierten Lebensmittel jeden Tag weggeworfen werden? Wussten Sie auch, dass die durchschnittliche Person in Deutschland 16 Tonnen Ressourcen pro Jahr verwendet? Das liegt sogar über dem weltweiten Durchschnitt von 13 Tonnen pro Person pro Jahr. Aber was können wir alle dagegen tun?
Den Idealfall kennen wir eigentlich alle: 100% Recyclingrate, eine Gesellschaft, die sich bewusst macht und etwas gegen das Problem tut, und eine Förderung von Second-Hand-Käufen. Leider ist es schwer, dieses Ideal zu erreichen.
Hier haben wir, Robert und Lukas, versucht, selber aktiv zu werden. Wir haben uns mit dem Kaufhaus mit Herz in Buchholz zusammengetan und einen Flyer erstellt, um auf Ressourcenverschwendung aufmerksam zu machen. „Das Kaufhaus mit Herz ist eine Stätte, an der mit gebrauchten Waren gehandelt und gleichzeitig ein Ort der Begegnung geboten wird. Dabei geht es zum einen um Nachhaltigkeit, in dem Waren einer fortgesetzten Nutzung zugeführt werden, statt im Müll zu landen. Zum anderen verstehen wir uns als Anlaufstelle für Menschen, die vielleicht nicht direkt auf Sozialleistungen angewiesen sind und dennoch nur wenig Geld zur Verfügung haben“, erklärte uns Carsten Gympel, der Geschäftsführer des Kaufhauses mit Herz. „Wir sind auch eine soziale Begegnungsstätte. Bei uns trifft man sich auf einen Kaffee und einen Klönschnack, nicht nur zwischen Kunden, sondern auch von Kunde zu Mitarbeiter.“
Daher würden wir jedem raten, das Kaufhaus mit Herz in Buchholz zu besuchen und Second-Hand-Kleidung und -Gegenstände zu kaufen, da man dadurch die Ressourcenverschwendung mindert. Zudem können Sie selber Ihre alten Kleidungsstücke beim Kaufhaus mit Herz Buchholz abgeben.
(Robert, Lukas K., 10b/c)
Gemeinsam gegen Kinderarbeit/-armut!
Für unser Projekt im Religionsunterricht zu globalen Problemen und der Ethik des Genug haben wir das Thema Kinderarbeit und Armut gewählt, weil uns bewusst wurde, wie viele Kinder weltweit unter
schweren Bedingungen leben müssen. Wir wollten zeigen, dass Armut nicht nur bedeutet, wenig Geld zu haben, sondern dass sie Kindern ihre Bildung, Gesundheit und oft sogar ihre Kindheit nimmt. Durch unseren Flyer möchten wir andere darauf aufmerksam machen, wie ernst diese Probleme sind, und dass jeder, auch wir als Schülerinnen und Schüler, etwas dazu beitragen können, mehr Gerechtigkeit und Bewusstsein zu schaffen. Uns war wichtig, ein Thema zu wählen, das oft unterschätzt wird, obwohl es so viele betrifft. Mit unserem Projekt wollen wir ein kleines Zeichen setzen und zeigen, dass Engagement schon in der Schule beginnen kann. Also, schaut nicht weg!
(Rachel L., Rachel S., Richard, 10c)

