Großer Erfolg beim Bundessprachenturnier in Meißen fürs Gymmeck

Rebecca Braun (10b) gewinnt einen 2. Preis in der SOLO-Kategorie beim Bundesfinale des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen in Meißen

Ende September 2018 durfte ich am Bundesfinale des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen, dem Sprachenturnier, teilnehmen und habe in den vier Tagen auf einem Schloss in Meißen eine ganz tolle Zeit gehabt. Ich habe mit Französisch teilgenommen und Englisch, als zweiter Wettbewerbssprache, und musste mich in beiden insgesamt vier Aufgaben stellen.

Bei der ersten Aufgabe sollten wir eine komplett neue Sprache lernen, wovor wir alle ein bisschen Angst hatten. Letztendlich war es aber gar nicht so schlimm, wir haben etwas über Mittelhochdeutsch und Minnesang erfahren und ein Experte führte uns einen Teil des Nibelungenliedes vor. Im Anschluss hieß es dann, einen Artikel in der Wettbewerbssprache über unsere Eindrücke zu schreiben.

Ein bisschen weniger altertümlich war die zweite Aufgabe, für die wir sogar ein wenig Sightseeing gemacht haben. Nach einer Erkundungstour in der Porzellan-Manufaktur, der Albrechtsburg oder dem Tierpark entwickelte jeder dazu in seiner ersten Wettbewerbssprache eine mündliche Präsentation, die vor zwei Mitgliedern der Jury gehalten wurde.

Dann gab es noch ein Partnergespräch in der 2. Wettbewerbssprache, über eine englische Lektüre, die wir schon vorher zu Hause vorbereitet haben. Bei mir und meinem Partner verging die kontroverse Diskussion wie im Flug.

Die letzte Aufgabe, die mir von allen am besten gefallen hat, bestand darin in Teams aus fünf Personen ein Theaterstück von fünf Minuten zum Thema Aufbruchzusammenzustellen. Alle Teams waren mit Sprachen kunterbunt durchmischt, sodass es in meiner Gruppe neben mir mit Französisch auch noch Englisch, Latein und Altgriechisch gab. Und wir spielten, als ob wir jedes Wort der anderen verstehen würden. Das war ziemlich lustig und wir haben in jeder freien Minute am Skript geschrieben und mit vielen Requisiten geprobt. Am Schluss kam dann eine Szene im Flugzeug heraus mit Stewardess, Édith Piaf, Frank Sinatra und den Göttern Appollo sowie Appollon und wir alle sind aus unterschiedlichen Gründen aufgebrochen, die wir mit einem vermeintlichen Flugzeugabsturz und vielen Gags erzählt haben. Alle 12 Stücke wurden am letzten Abend vorgetragen und wir waren sehr beeindruckt von den Werken der anderen und auch von der Sprachvielfalt, so gab es in den anderen Stücken zum Beispiel auch Spanisch oder Russisch. Jede Gruppe hat zum Thema Aufbrucheine andere, tolle Interpretation gezeigt, die manchmal sehr lustig war mit Gurkenkämpfen oder Engelchen- und Teufelchen-Zwiespalt. Die Jury hatte auch viel Spaß beim Zuschauen und zwei Damen, die uns einen Theater-Workshop gegeben haben, haben als Gemälde verkleidet durch das Programm geführt.

Am letzten Abend hatten wir dann zum ersten Mal langersehnte Freizeit nach den sehr anstrengenden, aber auch schönen Tagen, in der wir die Stadt erkundeten. Wir haben uns alle besser kennengelernt und neue Freundschaften geschlossen.

Am nächsten Morgen fand die feierliche Preisverleihung mit musikalischer Untermalung und einem kleinen Theaterstück der Jury in Anlehnung an das Mittelhochdeutsch statt, bei welchem es viel zu lachen gab. Es wurden die Gewinner der 3., 2. und 1. Preiskategorie sowie der Turniersieger mit tollen Preisen verkündet. Am Ende habe ich sogar einen 2. Platz erreicht und damit ein ISLI-Seminar gewonnen, ein Seminar über Leadership von sechs Tagen in Oberwesel mit Teilnehmern aus ganz Europa und sogar Amerika.

Dann hieß es Abschiednehmen, denn es ging leider schon wieder nach Hause.

Das Sprachenturnier hat super viel Spaß gemacht und war eine unglaubliche Erfahrung, die ich nie vergessen werde!

Ich bedanke mich auch sehr bei meinen beiden Französischlehrerinnen Frau Waßmundt-Fischer und Frau Gebben sowie auch bei Frau Gaedke, die mich in Englisch gecoacht hat.

RebeccaBraun