Prix des lycéens allemands

Aktuelles

Montag, 22. Januar 2018 - 9:15
Mittwoch, 20. Dezember 2017 - 8:00
Dienstag, 19. Dezember 2017 - 17:00
Montag, 18. Dezember 2017 - 13:00

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Prix des lycéens allemands

Als Frau Waßmundt-Fischer unserem Leistungskurs von ihrer Idee erzählte, am prix des lycéens (frei übersetzt: Preis der Gymnasiasten)  teilzunehmen, hielt sich die Lust aller zunächst in Grenzen, doch weil die Anmeldefrist fast zu Ende war, stimmten wir zu. Und diese Entscheidung stellte sich im Nachhinein als genau die richtige heraus. 

 

Was ist der “Prix des lycéens allemands“

 

Der prix des lycéens, den das Institut français d’Allemagne in Zusammenarbeit mit dem Klett Verlag seit 2004 gemeinsam organisiert, funktioniert wie folgt: Schulen aus ganz Deutschland können sich anmelden. Die Schüler lesen französische Lektüren (meist 4-5) von französischen Schriftstellern. Es handelt sich hierbei um Jugendbücher im Umfang von ca. 100-200 Seiten. Nachdem die Schüler die interessanten Werke gelesen haben, findet eine schulinterne Debatte statt, bei der diskutiert wird, welches Buch inhaltlich, aber auch sprachlich, am besten war. Im Anschluss wird dann sowohl das beste Buch als auch der/die Schüler/-in gewählt, der/die an der landesweiten Debatte teilnehmen soll. Diese verläuft nach derselben Prozedur wie die schulinterne. Für den/die Gewinner/-in geht es noch eine Stufe weiter: Er/Sie fährt zur Leipziger Buchmesse, wo er/sie auf die Autoren der Bücher trifft und in einer Runde mit den Vertretern der anderen Bundesländer das Buch vertritt, welches bei der landesweiten Debatte auserkoren wurde. Alles findet selbstverständlich auf Französisch statt.

 

„Le plaisir de lire“ - Lektüre, die Spaß macht

 

Die zu lesenden Bücher sind keinesfalls vergleichbar mit Werken, die man sonst aus dem Unterricht kennt, sondern mit Werken, die man außerschulisch zum Vergnügen liest. Und dies ist genau die Absicht des prix des lycéens, denn es ist ein außerschulisches Projekt. Das heißt, dass man sich nicht im Unterricht mit den Lektüren befasst. Außerdem ist die Sprache der Bücher dem Niveau der deutschen Schüler weitgehend angepasst.

 

Schul- und Landesdebatte

 

Unsere schulinterne Debatte verlief sehr lebendig und harmonisch. Die Wahl ergab, dass wir Le monde dans la main von Mikaël Ollivier als bestes Buch und Selina Haupt als Vertreterin unserer Schule gekürt haben. Ich bekam die zweitmeisten Stimmen und durfte deshalb als Zuschauer auch mit zur landesweiten Debatte fahren. Am Dienstag, den 19. Februar, ging es also mit Selina und Frau Waßmundt-Fischer auf nach Hannover. Die Veranstaltung fand im Kulturhaus Hannover statt, was trotz des schönen Ambientes ein bisschen schade war, da der Raum aufgrund seiner Struktur nur eine Debatte an einer ca. 20m langen Tafel zuließ, sodass die 30 Schüler, die teilgenommen haben, es schwierig hatten, sich gegenseitig richtig zu sehen. Geleitet wurde die Debatte von dem Leiter des Institut français in Bremen. Nachdem die Schüler sich zwei Stunden wesentlich über den Inhalt der Werke unterhalten und diesen analysiert hatten, kam es zur eigentlichen Debatte. Diese fand hinter geschlossenen Türen statt, allerdings durften die Schüler, die zuschauten, weiterhin dabei bleiben.

 

Subjektives Erleben

 

Ich persönlich habe die Debatte mit einem lachenden und einem weinenden Auge beobachtet, denn einerseits war es zwar hochinteressant und auch spaßig, den Schülern beim Diskutieren zuhören zu dürfen, doch andererseits war es eine wahre Qual, still bleiben zu müssen, weil mir wirklich eine Menge Ideen im Kopf herumschwirrten, die ich zu gerne eingebracht hätte. Bei der anschließenden Wahl stellte sich heraus, dass auch den anderen das Werk Le monde dans la main am besten gefiel. Leider wurde Selina nicht als Vertreterin Niedersachsens gewählt, sondern Timo Neumann von der KGS Rastede.

 

Ausblick

 

Mein Eindruck von dem ganzen Projekt ist sehr positiv, da sowohl das Lesen der spannenden und interessanten Bücher als auch das Debattieren auf Französisch jedem viel Spaß gebracht hat. Außerdem hat es mich - mit Blick auf das Zentralabitur - gefreut, festzustellen, dass die anderen Schulen in Punkto „Französisch lernen“ auch nur mit Wasser kochen. Nach dem ganzen Spektakel war zumindest eine Sache für mich klar: Unser Kurs muss nächstes Jahr unbedingt wieder teilnehmen.

 

Nick Materzok, damals Jg.11

 

Bericht zum schulinternen Wettbewerb 2015

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