Hausaufgabenkonzept

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Hausaufgabenkonzept

Überblick:

  1. Allgemeines
  2. Zielsetzungen
  3. Rahmenbedingungen
  4. Erwartungen an die Lehrkräfte
  5. Erwartungen an die Schülerinnen und Schüler

1. Allgemeines

Das Konzept basiert auf dem Erlass zu den Hausaufgaben vom 22.03.2012 (SVBl. 5/2012, S. 266) – VORIS 22410. Diesem Erlass ist auch das folgende Zitat entnommen:

"Hausaufgaben ergänzen den Unterricht und unterstützen den Lernprozess der Schülerinnen und Schüler."


2. Zielsetzungen

    Diese Zielsetzungen sollen am Gymnasium Meckelfeld erreicht werden:
  • Die Hausaufgaben müssen sich nachvollziehbar aus den Inhalten des Unterrichts ergeben. Diese Bezüge müssen gegebenenfalls erläutert werden, um die Zielsetzung zu verdeutlichen. Dabei ist nicht ausgeschlossen, dass auch Sachverhalte erarbeitet werden können, die ein neues Thema vorbereiten oder komplexere Überlegungen zum Inhalt haben. Das muss den Schülerinnen und Schülern aber deutlich sein.
  • Die wichtigste Funktion von Hausaufgaben ist das vertiefte Üben von Unterrichtsinhalten. Das ist besonders bei der Vorbereitung von Klassenarbeiten bzw. Klausuren wichtig. Dies lässt sich aber auch durch wenige exemplarische Aufgaben und nicht nur durch eine Fülle nahezu identischer Fragestellungen erreichen.
  • Bei der Stellung der Hausaufgabe muss die Altersstufe der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt werden. Wenn es mit den Unterrichtsinhalten vereinbar ist, sollte man sich um eine abwechslungsreiche Gestaltung der Hausaufgaben bemühen. Dazu zählt beispielsweise auch die Nutzung neuer Medien.
  • Hausaufgaben geben den Schülerinnen und Schülern eine Rückmeldung zum eigenen Lernergebnis.


3. Rahmenbedingungen

    Folgende Rahmenbedingungen sind bei der Erstellung von Hausaufgaben zu berücksichtigen:
  • Von entscheidender Bedeutung ist – gerade im Zusammenhang mit dem längeren Schultag – der Zeitbedarf für die Anfertigung von Hausaufgaben. Hier muss berücksichtigt werden, dass der oben genannte Erlass Höchstwerte angibt (maximal eine Stunde im Sekundarbereich I, maximal zwei Stunden im Sekundarbereich II), die nicht ausgeschöpft werden müssen und unter Berücksichtigung des späten Endes des Schultags auch nicht dauerhaft ausgeschöpft werden können.
  • Eine Absprache der Lehrkräfte einer Klasse bezüglich des Umfangs der Hausaufgaben wird nur in Einzelfällen möglich sein. Dafür sind die Eintragungen im Klassenbuch (an dem Tag, an dem die Aufgabe gestellt wird) eine große Hilfe.
  • Beim Umfang der Aufgaben ist zu berücksichtigen, wann die nächste Unterrichtsstunde stattfindet. Die Anzahl der Unterrichtstage bis zur nächsten Stunde in diesem Fach muss sich in der Menge der Hausaufgaben widerspiegeln.
  • Gerade in den unteren Klassen muss immer genügend Zeit eingeräumt werden, sich die Hausaufgaben zu notieren. Außerdem müssen sie an der Tafel oder zumindest im Klassenbuch dokumentiert werden. Zusätzlich bietet es sich an, die Vorgehensweise zu erklären und methodische Hilfestellungen zur Anfertigung der Aufgaben zu geben.
  • Die Mittagspause dient vor allem der Erholung. Ungeachtet der Tatsache, dass Schüler in den Ruheräumen Aufgaben anfertigen können, darf die Pause nicht als zusätzliche Zeit für die Bearbeitung von Hausaufgaben einkalkuliert werden.
  • Im Sekundarbereich I werden erlassgemäß grundsätzlich keine Hausaufgaben vom Freitag zum folgenden Montag gestellt. Für den Sekundar­bereich II sollte Vergleichbares gelten. Über die Ferien werden keine Hausaufgaben gestellt. Lektüren für den Deutsch- oder Fremdsprachenunterricht müssen die Ausnahme bleiben.


4. Erwartungen an die Lehrkräfte:

  • Hausaufgaben müssen kontrolliert und besprochen werden. Dies hat eine große Bedeutung für die Rückmeldung an die Schülerinnen und Schüler über ihren Lernerfolg.
  • Auch wenn die Aufgaben im üblichen Sinne nicht benotet werden, wirkt sich die Art und Sorgfältigkeit der Anfertigung durchaus auf die Bewertung der Mitarbeit aus. Eine positive Bemerkung beispielsweise zum Umfang, zur Sorgfältigkeit oder Sauberkeit wirkt motivierend.
  • Man stellt immer wieder fest, dass gerade stillere Schüler ihre Hausaufgaben oft sehr sorgfältig anfertigen. Man darf ihnen nicht die Möglichkeit nehmen, ihre Mitarbeit in dieser Form würdigen zu lassen.
  • Lehrkräfte sollten in gewissen Zeitabständen mit ihren Schülerinnen und Schülern die Bearbeitungszeit für die Hausaufgaben thematisieren.  Auch wenn sich die Lehrkraft bemüht, nur Aufgaben in einem überschaubaren Rahmen zu stellen, kann der tatsächliche Zeitbedarf der Schülerinnen und Schüler diesen Rahmen überschreiten. Durch entsprechende Gespräche fühlen sie sich ernst genommen und man kann nach gemeinsamen Lösungen suchen.
  • Bei komplexeren Aufgaben, die einen hohen Zeitbedarf erfordern, sollte überlegt werden, ob diese sich in sinnvolle Teilaufgaben untergliedern lassen. Außerdem sollte mit den Schülerinnen und Schülern ein geeigneter Bearbeitungszeitraum festgelegt werden. Bei Lektüren ist rechtzeitig über einen angemessenen Zeitrahmen für das Lesen nachzudenken.


5. Erwartungen an die Schülerinnen und Schüler:

  • Die zuverlässige Anfertigung der Hausaufgaben ist verbindlich.
  • Es muss selbstverständlich sein, dass vor der nächsten Stunde in allen Fächern eine ca. fünfminütige Wiederholung auch ohne direkte Aufforderung erwartet wird. Fragen, die dabei aufkommen, können zum Beginn der Folgestunde gestellt werden.
  • Außerdem muss es als selbstverständlich angesehen werden, dass täglich die Materialien in die Mappen eingeordnet werden.
  • Auch wenn gemeinsames Arbeiten grundsätzlich wichtig ist, kann dieses bei den Hausaufgaben über eigene Verständnisschwierigkeiten hinwegtäuschen. Daher ist in diesem Zusammenhang die Einzelarbeit zu bevorzugen.
  • Wenn eine Schülerin oder ein Schüler eine Aufgabe nicht alleine lösen kann, muss in jedem Fall der Ansatz ersichtlich sein, um an der entscheidenden Stelle eine Hilfestellung geben zu können.
  • Wenn Schülerinnen oder Schüler in einem Fach in einem überschaubaren Zeitrahmen dreimal die Hausaufgaben nicht angefertigt haben, werden die Erziehungsberechtigten vom Fachlehrer durch einen Eintrag im Schulbegleiter oder einen Anruf informiert, um an der Veränderung des Arbeitsverhaltens mitarbeiten zu können.


(Beschluss der Gesamtkonferenz vom 12.06.2012)