Berlin-Exkursion Jg.11

Aktuelles

Montag, 22. Januar 2018 - 9:15
Mittwoch, 20. Dezember 2017 - 8:00
Dienstag, 19. Dezember 2017 - 17:00
Montag, 18. Dezember 2017 - 13:00

Termine

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Berlin-Exkursion Jg.11

Mittwoch, 20. Dezember 2017 - 8:00

Am Mittwoch, den 13.12.2017, sind die beiden Politik-Leistungskurse unseres Jahrgangs nach Berlin gefahren, um den Bundesrat und den Bundestag zu besuchen.

Als wir gegen halb elf am Hauptbahnhof in Berlin angekommen sind, haben wir uns zuerst auf den Weg zum Bundesrat gemacht, wo wir freundlich begrüßt und in unsere Aufgabe eingewiesen wurden. Wir haben in einem Rollenspiel eine Sitzung im Bundesrat simuliert zu einem Gesetzesvorschlag mit der Forderung, den Führerschein ab 16 ohne begleitetes Fahren zu erlauben. Da wir ungefähr 20 Personen waren, konnten wir für jedes Bundesland mindestens einen Vertreter bestimmen, sowie einen Präsidenten des Bundesrats und einen Minister der Bundesregierung, der den Gesetzesvorschlag einbringt. Nachdem wir einige Zeit hatten, uns Argumente für oder gegen den Vorschlag zu überlegen, musste je ein Vertreter jedes Bundeslandes nacheinander ans Rednerpult treten und seine Meinung kundtun, wobei man ggf. auch noch Änderungen an dem Gesetzesvorschlag einbringen konnte. Nach den Stellungnahmen kam es dann zu einer Abstimmung, bei der der Gesetzesentwurf mit genau 35 Stimmen abgelehnt wurde, weshalb der Bundesrat in diesem Fall insgesamt gegen den Gesetzentwurf wäre, da dies der vorgegebenen Mehrheit für eine Entscheidung entspricht.

Das Rollenspiel hat uns allen sehr gut gefallen, da man nun eine bessere Vorstellung des Arbeitens im Bundesrat hat und Entscheidungen eventuell besser nachvollziehen kann und wir haben gelernt, dass der Bundesrat ein wichtiges Organ des deutschen Staates ist, auch wenn es oft nicht so sehr in der Öffentlichkeit steht wie der Bundestag.

Als nächstes haben wir uns dann auf den Weg zum Reichstagsgebäude gemacht, wo wir einige Debatten im Bundestag miterleben durften, wie z.B. die Debatte zur Abgeordnetenentschädigung und den Anfang der aktuellen Stunde zu linksextremen Gewalttaten gegenüber demokratischen Parteien.

Hier wurden wir überrascht, da wir uns den Bundestag seriöser, aber auch langweiliger vorgestellt haben. Jedoch gab es dort zum Teil heftige Diskussionen, die meist zwischen der AfD und den anderen Fraktionen im Bundestag stattfanden und in denen sich die Parteien teilweise sogar gegenseitig beschimpften. Auch die Zwischenrufe der Parteien wurden zunehmend emotionaler. Wie wir später erfuhren, ist diese Stimmung der Tatsache geschuldet, dass im Moment nur eine geschäftsführende Regierung im Amt ist, aber auch dem Konfliktpotential zwischen der AfD als neuer Partei und den etablierten Parteien.

In anderen Punkten wurden unsere Erwartungen jedoch erfüllt, da im Plenum des Bundestages auch hochrangige Politiker saßen, wie Martin Schulz (SPD), Claudia Roth (Bündnis 90/Die Grünen) und Michael Grosse-Brömer (CDU), der Abgeordnete unseres Wahlkreises, der sich sogar zum Thema der Abgeordnetenentschädigung geäußert hat.

Als unsere Zeit als Zuschauer des Bundestages vorbei war, hatten wir ein Treffen mit Svenja Stadler (SPD), die uns viele Fragen beantwortet hat und dabei überhaupt nicht distanziert war, wie man es sich bei einer Politikerin vielleicht vorstellt. So hat sie uns auch Fragen zu ihrer Partei sehr ehrlich beantwortet, auch wenn sie dabei einzelne Meinungen oder Verhaltensweisen anderer Politiker ihrer Partei kritisierte. Die Fragerunde ergab, dass Frau Stadler Neuwahlen ablehnt, auch vor dem Hintergrund, dass der letzte Wahlkampf ihrer Partei schon sehr viel Geld gekostet habe und es finanziell schwierig werden könne, einen überzeugenden Wahlkampf zu führen. Gleichzeitig äußerte sie sich gegenüber einer Neuauflage der Großen Koalition kritisch und gegenüber einer Minderheitsregierung positiv.

Anschließend an das Gespräch konnten wir noch die Reichstagskuppel besichtigen, bevor wir wieder zurück nach Hause fahren mussten.

Insgesamt war die Exkursion sehr interessant und spannend, da wir noch einige Aspekte dazulernen konnten und die Möglichkeit hatten, selbst einen Entscheidungsprozess im Bundesrat durchzuspielen. Außerdem war es sehr interessant, dabei zu sein, wenn über politische Entscheidungen verhandelt wird.

 

Alina Kasten und Melina Dieskau